Kein Rheinfall für Artur, Reiner und Roland. Was haltet ihr davon, den Rhein von Koblenz bis nach Neuss zu fahren – an einem Wochenende? So der Vorschlag von Reiner im Juli 2013. Roland konnte sich die vorsichtige Frage nicht verkneifen, ob er denn wisse, was er da vorhat. Immerhin bedeutete das 145km in zwei Tagen.

Nun gut, im Oktober war es dann soweit. Pünktlich zum Start am Samstagmorgen nahm sich der bis dahin goldene Herbst eine Auszeit, begrüßte uns mit Regenschauern und erschwerte den Einstieg über nasse Wiesen in Koblenz. Vorbei ging es am Deutschen Eck und hinein ins Rheintal. Die tief hängenden Wolken und Nebelschwaden sorgten für die entsprechende Atmosphäre bei der Durchfahrt des oberen Mittelrheins, vorbei an Remagen und dem Siebengebirge. Drachenfelswetter eben.

Im Vorfeld hatten wir ein Hotel auf halber Strecke reserviert. Die Nachfrage, ob man dort auch ausbooten könne, wurde mit „möglich" beantwortet. Jau, es wurde die größte Anstrengung des Tages. Aber nachdem wir mitsamt den Booten eine Halde rutschiger Wackersteine und die 35 Stufen einer Treppe erklommen hatten, konnten wir unsere Zimmer beziehen. Wie schön doch nach 75km und 6 Stunden Paddelkreisen eine Dusche sein kann! Der Allerwerteste freute sich über ein weiches Bett. Und das wichtigste: Einzelzimmer! Jeder Mensch produziert nun mal mehr oder weniger Schlafgeräusche.

Am Sonntag war uns das Wetter gnädig gestimmt. Vorbei ging es an „herrlichen", in der Sonne glänzenden Industrieanlagen. In Köln grüßten die Kranhäuser und der Dom. Um es kurz zu machen. Wir einigten uns darauf, nicht bis Neuss zu fahren, sondern die Tour hinter Dormagen am Gasthaus „Piwipp" zu beenden. Fünf Stunden im Boot reichten für den Tag.

Auf der Terrasse wurde im Sonnenschein noch ein Siegerbier genommen.

 

Termine Kanu

5 Sep

Abgesagt: Aufgrund von Corona und den entsprechenden Auflagen
(max 5 Paddler gleichzeitig auf dem...