Die Kanu-Abteilung der SG Holzheim hat am Wochenende ein Sponsoren-Paddeln auf dem Sandhofsee veranstaltet. Dieses außergewöhnliche Training sollte Geld in die Jugendkasse bringen.


Reiner Froitzheim ist Geschäftsführer der Kanu-Abteilung der SG Holzheim. Eigentlich wäre der 62-Jährige am Wochenende zum Bodensee-Marathon gefahren. Der war wegen Corona, wie viele andere Wettkämpfe, ausgefallen. „Ich gehe davon aus, dass voraussichtlich bis September keine einzige Regatta stattfindet“, sagt Froitzheim. Auch das Ferienspaßprogramm und der Erwachsenen-Paddelkursus im Sommer werden ausfallen. Und weil das so ist, veranstaltete Froitzheim am Samstag auf dem Sandhofsee ein Sponsoren-Paddeln.Es war gelungen, neben kleineren auch einige Großsponsoren (z.b. Mercedes Hartmann in Grevenbroich ) zu gewinnen.
Die 33 Teilnehmer legten rund 689 Kilometer(lt NGZ 650) auf dem 350 mal 600 Meter großen Gewässer zurück. Den Betrag, der auf diese ungewöhnliche Weise zusammengekommen ist, kann der Abteilungsleiter noch nicht genau beziffern. Er geht aber davon aus, dass es zwischen 2000 und 2500 Euro sein werden.
Die 33 Paddler wurden auf vier Trainingsgruppen (mit maximal 10 Sportlern pro Gruppe) aufgeteilt.

„Das ist kein Wettkampf, sondern ein Training“, erklärte Froitzheim.

Ein Training, das Geld in die Jugendkasse bringen sollte. In Corona-Zeiten lief nicht viel für die Kanu-Sportler. Der Kanu-Verband NRW hatte allerdings Trainingskonzepte erarbeitet. So mussten die Sportler ein Ausdauertraining nachweisen. Dies geschah unter anderem durch Langläufe. Am Samstag ging es endlich mal wieder aufs Wasser, und zwar zeitversetzt. Dabei mussten strenge Abstandsregeln eingehalten werden. Auf dem See wurde auf den Mundschutz verzichtet. Jeder Teilnehmer bekam eine Flasche Wasser und einen Müsli-Riegel mit auf den Weg.

Sascha Harzen trat bei den Senioren an. Vor zwei Jahren hatte der 48-Jährige nach 30-jähriger Pause wieder mit dem Training begonnen. Sein Vorsatz am frühen Samstagvormittag: „Ich fahre so lange wie ich kann.“ Was ihm am Kanusport so gefällt: „Das ist eine Sportart außerhalb des Mainstreams. Im Sommer ist es der schönste Sport der Welt.“ Trainiert würden Kraft und Kondition.

Diese beiden Eigenschaften bewiesen jetzt vor allem sechs Männer:
Reiner Froitzheim, Hartmut Forster, Yannic Lemmen, Till Fengler, Martin Brandt und Alexander Bruland absolvierten den Marathon, legten 42 Kilometer auf dem See zurück.

Die Bestzeit lag ca. 3 Stunden und 30 Minuten. Eine Runde um den See ist 1,66 Kilometer lang. Dabei galt es, nicht den Seglern in die Quere zu kommen. Selbst die Jüngsten spulten zehn Kilometer ab. Niemand sollte ins Wasser fallen. Am kommenden Mittwoch wird unter den Teilnehmern eine Uhr ausgelost, die von der Firma M & M zur Verfügung gestellt wurde – als eine kleine Belohnung für Trainingsfleiß in schweren Zeiten.

 

Bericht von Rudolf Barnholt (NGZ) / ergänzt von Reiner Froitzheim

 

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