Die Hafenmole II soll für industrielle Zwecke freigemacht werden. Ruderer und Kanuten sollen deshalb in den geplanten Insel- und Uferpark umziehen. Dort hätten sie dauerhaftes Bleiberecht und könnten ein Leistungszentrum aufbauen.

Die Hafenmole II zwischen Hansastraße und Danziger Straße wird für Hafennutzungen geräumt. Das bedeutete schon zum Jahreswechsel das Aus für die Eventhalle auf der Industriebrache von ehemals "Ideal Standard", jetzt sollen auch die Wassersportler ihre Bootshallen an der Spitze dieser Landzunge abbauen. Sie sollen aber nicht nur, sie wollen auch, denn als neuer Standort ist das ehemalige Case-Gelände auf der Nachbar-Mole anvisiert. "Eine klassische Win-Win-Situation", wirbt Bürgermeister Herbert Napp für diese Idee, über die im Rat noch kein Wort verloren wurde.

Für die Rudererer und die Kanuten der SG Holzheim würde der Umzug von einem städtischen Grundstück im Hafen auf ein anderes "nebenan" ebenfalls Vorteile bringen. Der Pachtvertrag für die 3000 Quadratmeter, die für sie von dem Gelände des ehemaligen Armaturenwerkes abgetrennt wurden, verlängert sich derzeit immer nur um ein Jahr. "Ein Damoklesschwert", nennt Goetz diese kurze Kündigungsfrist. Mit dem Umzug von einer Industrie- auf eine Grünfläche wäre ein Erbpachtvertrag mit langer Laufzeit in Reichweite.

Das lässt die Wassersport treibenden Vereine schon jetzt von einem "Leistungszentrum Wassersport Neuss" träumen. Es wäre eine gute Ergänzung zum Wassersportzentrum am Sandhofsee, wo vor allem die Jugend- und Nachwuchsarbeit angesiedelt ist und auch Taucher und Segler ihrem Hobby frönen.

aus NGZ online vom 25.01.2014

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